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Die Grüne Schleife: Keine Stigmatisierung psychischer Erkrankungen!

Zuletzt aktualisiert am

Am 10.10. war der von der WHO ausgerufene "Welttag der psychischen Gesundheit".

Schon einmal haben wir auf dieser Webseite Probleme psychischer Gesundheit angesprochen, die wir auch als Teil unseres Anliegens, dem gesunden Zusammenleben in der Familie ohne Pseudomedizin, aber mit Herz und Vernunft,  sehen. Damals ging es um Depressionen, heute allgemein um psychische Gesundheit unter einem besonderen Aspekt: Verständnis, Akzeptanz und ein Ende von Stigmatisierung. Gerade Familien mit psychisch kranken Angehörigen sind davon in aller Regel insgesamt betroffen. Auch und gerade sie gilt es zu unterstützen durch einen Bewusstseinswandel. Helfen wir dabei mit.

Den Welttag der psychischen Gesundheit hat in diesem Jahr das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit (darin u.a. die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psy­choso­matik und Nervenheilkunde (DGPPN) und die Deutsche Gesellschaft für Psycho­somatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) zum Anlass genommen, eine Kampagne „Grüne Schleife für mehr Akzeptanz für psychische Erkrankungen“ auszurufen.

Mangelnde Akzeptanz und in der Folge Stigmatisierung  psychisch Kranker sind leider alltäglich. Man findet sie auf allen Ebenen. Das reicht von mehr als fragwürdigen Plänen auf der politischen Ebene zu einer "Erfassung" psychisch Auffälliger (im glücklicherweise so nicht zustandegekommenen, aber nach wie vor diskriminierenden bayrischen Psychisch-Kranken-Gesetz) bis zur vorschnellen Qualifizierung von Straftätern als psychisch offensichtlich krank in den Medien - was dann fatalerweise wieder zurückwirkt auf das Vorurteil in der Öffentlichkeit, psychisch Kranke als solche seien eine besonders gefahrenträchtige Personengruppe. Und nicht zuletzt bis hin zur alltäglichen Ausgrenzung psychisch Kranker und ihrer Familien in ihrer Lebensumgebung.

Aber auch die Forderung nach verbesserten Bedingungen für den Zugang psychisch Kranker zu adäquaten Behandlungen spielt eine große Rolle. Gerade erst hat der Gemeinsame Bundesausschuss Personalschlüssel für stationäre Einrichtungen festgelegt, die für erheblichen Unmut in der Fachwelt sorgen. Zudem soll die Aktion auch dazu führen, dass psychisch Kranke sich nicht mehr in einem "Tabu" gefangen fühlen, sondern dass die Hemmschwelle für die Bereitschaft, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sinkt. Was natürlich andererseits auch notwendige Strukturen voraussetzt. Für diese Themen möchte das Aktionsbündnis auch in  Deutschland das international schon verbreitete Symbol der "Grünen Schleife" (analog zum bekannten Symbol der roten AIDS-Schleife gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von HIV-Erkrankten) etablieren.

Dem schließen wir uns gern an und möchten für die Idee des Aktionsbündnisses werben. Weitere Informationen gibt es hier:

Zum Mitmachen reicht eigentlich schon ein wenig Nachdenken und ein Sich-Bewusstmachen des Problems. Wir möchten dazu anregen.

Ihr Susannchen-Team


Bildnachweis: Aktionsbündnis "Seelische Gesundheit"

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