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Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen! Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch bei "Susannchen braucht keine Globuli",  der Familienseite des Informationsnetzwerks Homöopathie! Hier finden Sie viele Informationen rund um das Thema Pseudomedizin, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der Homöopathie.  Wir bieten Ihnen gern viele sachliche und wissenschaftsbasierte Infos rund um Medizin und Pseudomedizin an, auch gute Medizin für unsere tierischen Freunde findet bei uns ihren Platz. Nutzen Sie unsere Schlagwortsuche und die Suchfunktion in der Seitenleiste oder auch unsere "Themenlisten" im Menü. Zu unserer Blogseite mit allen Beiträgen gelangen sie ebenfalls über das Menü oder direkt hier.

Wir möchten vor allem Familien mit unserer Überzeugung erreichen, dass es für ein natürliches, gesundes Aufwachsen unserer Kinder  keine Pseudomedizin braucht. Sie möchten mehr über uns und über das Projekt "Susannchen" erfahren? Klicken Sie einfach Susannchens Bild an!


Und hier zum Einstieg gleich einige Antworten auf grundlegende Fragen zu unserem zentralen Thema, der Homöopathie:

Was ist Homöopathie?
Homöopathie ist eine über 200 Jahre alte Heilmethode des Arztes Samuel Hahnemann, die sich aber im Laufe der Zeit allerdings als Irrtum herausgestellt hat.
Zur Entstehungszeit der Homöopathie wusste man noch so gut wie nichts über die Ursachen von Krankheiten und über die Wirkung von Medizin. Behandlungen beruhten auf der bis in die Antike zurückreichenden Vermutung, man müsse "schädliche Säfte" aus dem Körper ausleiten. Dazu bediente man sich drastischer Methoden, die den Patienten meist mehr schadeten als nützten.
Auch Hahnemanns Methode beruhte nur auf Vermutungen und aus heutiger Sicht absurden Vorstellungen. So ging er z.B. davon aus, dass Substanzen mit höherer Verdünnung und Verschüttelung wirksamer werden (was er "Potenzierung" nannte). Aber - immerhin - er vermied die harten damaligen Methoden. Und siehe da, von seinen Patienten überlebten mehr und wurden auch mehr gesund. Aber nicht etwa durch die Homöopathie, sondern dadurch, dass er Patienten nicht mit unangemessenen und schädlichen Methoden auch noch schwächte.
Heute wissen wir in der Medizin zwar längst noch nicht alles, aber sehr viel mehr als damals. Zum Beispiel auch, dass die ganz überwiegende Mehrzahl der Krankheiten von selbst verschwindet und dass durch jede Art von Behandlung Effekte auftreten, durch die man sich erst einmal besser fühlt ("Placebo-Effekt"). Damit ist die Erklärung für die "Erfolge" der Homöopathie auch schon da.
Die - zur damaligen Zeit unbestreitbaren - Erfolge brachten der Homöopathie durchaus einen guten Ruf ein. Davon wird sie nicht richtiger, wir können aber verstehen, was damals passiert ist. Die Homöopathie mag eine gute Alternative zur damaligen Medizin gewesen sein, zur heutigen ist sie es nicht mehr. Sie ist gar keine Medizin, allenfalls eine Art bekanntes "Heile-Segen-Ritual".
Viele Menschen wissen auch heute noch nicht (oder sehen es nicht ein), dass Hahnemann keineswegs eine wirksame Medizin erfunden, sondern nur eine schlechte Medizin vermieden hat. Hierzu möchten wir aufklären.
Ist Homöopathie Medizin?
Nein, Homöopathie ist keine Medizin. Denn die Homöopathie hat nie einen belastbaren Nachweis erbracht, dass sie mehr "kann" als das, was bei jeder Art von Behandlung oder auch nur Zuwendung auftritt - u.a. den Placebo-Effekt. 
Etwas anderes ist auch nicht zu erwarten, denn der Homöopathie liegt ein Konzept zugrunde, das sich mit vielen täglich bewährten Grundsätzen und Erkenntnissen der Naturwissenschaft nicht vereinbaren lässt: Wo nichts mehr ist, kann auch nichts wirken. Und bei der sogenannten "Potenzierung" entsteht auch keine "Energie" oder "Information". Sicherlich erwarten Sie auch von einer dreimal ausgespülten Kaffeetasse nicht, dass die nächste Füllung mit heißem Wasser nun wie stärker gewordener Kaffee wirkt. Ebensowenig werden Sie erwarten, dass Kaffee dadurch an Stärke zunimmt, dass die Tasse ein- oder mehrmals kräftig auf den Tisch gestellt wird.
Wäre die Homöopathie richtig, müssten große Teile von Physik, Chemie und Biologie und damit vieles, was in unserem Alltagsleben selbstverständlich ist, verworfen werden. Deshalb kann man die Homöopathie genauso wenig der Medizin zurechnen wie z. B. Handauflegen. Leider geschieht dies trotzdem  - darüber aufzuklären, dass und warum dies falsch ist, ist unser Anliegen.
Ist Homöopathie Naturheilkunde?
Homöopathie ist keine Naturheilkunde. Dies ist uns wichtig, denn das wird sehr häufig missverstanden.
Naturheilkunde nutzt real vorhandene, eben "natürliche" Dinge wie Luft, Sonne, Wasser, körperliche Bewegung, Pflanzenauszüge, Ernährungsumstellung und dergleichen. Der Homöopathie geht es aber überhaupt nicht darum, mit „realen Dingen" eine Wirkung zu erreichen: Ihre Grundannahmen gehen von einer – nicht existierenden – „verstimmten geistigen Lebenskraft“ im Körper aus, die von einer – ebenso nicht existierenden – „geistigen Arzneikraft“ in den homöopathischen Mitteln beeinflusst werden soll. Das sind veraltete, letztlich esoterische Vorstellungen. Und es hat auch nichts mit der Nutzung von "Kräften der Natur" und deren Einwirkung auf den menschlichen Körper zu tun.
Die Homöopathie nimmt von jedem möglichen und unmöglichen Stoff an, dass er als homöopathischer Arzneistoff verwendbar sei. Es finden sich unter den Ursubstanzen Dinge wie Arsen, Aluminium, Quecksilber und alle anderen Metalle, Chlor, Meteorstaub, Röntgenstrahlen, Plastik, tierische Ausscheidungen und sogar Zucker, der millionenfach verdünnt auf Globuli (die selbst nur aus Zucker bestehen) aufgesprüht wird.
Daher ist Homöopathie eben keine sanft-liebliche Naturheilkunde! Auch wenn uns viele Homöopathen und Werbekampagnen für homöopathische Mittel genau das in Wort und Bild weismachen wollen.
Zur weiteren Information empfehlen wir diesen aktuellen Gastbeitrag.
Mir hat Homöopathie aber geholfen - und wer heilt, hat Recht!
Das hört man immer wieder. Mit dem "Mir hat es geholfen", bekräftigt durch ein "Wer heilt, hat Recht!", scheint man sich eines sehr starken Arguments zu bedienen. Dies ist jedoch ein grundlegender Irrtum.
Die wissenschaftliche Methode beruht auf der Erkenntnis, dass -  auch viele - Einzelerfahrungen niemals allgemeingültige Schlüsse zulassen. Zunächst fehlt dafür einfach der Vergleich mit den Erfahrungen derjenigen Menschen, die die gleichen Beschwerden hatten und ganz ohne Homöopathie gesund geworden sind. Vor allem aber ist bedeutsam, dass nichts irrtumsanfälliger ist als die menschliche Wahrnehmung. Wir sind auf schnelle Schlussfolgerungen programmiert, die sehr stark von unseren (auch unbewussten) Erwartungshaltungen verzerrt werden. Man nennt das den Bestätigungsfehler (confirmation bias). Das macht uns "blind" für die richtige Einordnung persönlicher Erfahrungen.
Die einzige Methode, solche (und andere) Einflüsse auszuschalten, besteht in gut vorbereiteten und durchgeführten wissenschaftlichen Vergleichsstudien. Und die sprechen, bei ausreichender Qualität, klar gegen die Homöopathie. Deshalb ist „Wer heilt, hat Recht“ im Wortsinne zwar nicht falsch. Aber so leicht dahingesagt, wird völlig übersehen, dass dabei in aller Regel nur ein rein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Einnahme und Besserung ins Auge gefasst wird ("eingenommen, dann besser" muss längst nicht "eingenommen, dadurch besser" heißen). Die Wahrscheinlichkeit, dass ganz andere Dinge als die Einnahme von Globuli zur Besserung geführt haben, ist enorm groß.
Um das "Wer heilt, hat Recht" wirklich in Anspruch nehmen zu können, bedarf es daher sehr viel mehr als nur eines naheliegenden zeitlichen Zusammenhangs von Behandlung und Veränderung/Erfolg. Das lässt die allerorten behauptete Wirkung der Homöopathie ("Wir sehen, dass es wirkt!") in einem ganz anderen Licht erscheinen. Und wir fragen uns (und Sie), warum Homöopathen dies konsequent falsch darstellen, verleugnen oder nicht wissen?
Und was habt ihr gegen Homöopathie?
Auf eigene Verantwortung angewendet und in dem Wissen, dass es sich nur um ein Placebo, nicht um Medizin, handelt: wenig. Wer Homöopathie so verwenden möchte, kann das nach seinem Gutdünken tun, sofern er nicht andere damit schädigt. Entgegen immer wieder verbreiteten Gerüchten haben die Kritiker auch keineswegs die Absicht, Homöopathie zu "verbieten".
Als die hochspezifische, natürliche Arzneitherapie, für die sie sich ausgibt, halten wir sie jedoch für falsch und unvertretbar und wollen ihr keinen Platz in der modernen Medizin und demgemäß auch nicht im Gesundheitssystem zugestehen.
Die überwältigende Mehrzahl der gut gemachten Studien und ihre zusammenfassenden Auswertungen - auch von den Homöopathen selbst - kommen zu dem Ergebnis, dass keine spezifische Wirkung der Homöopathie nachweisbar ist. Das kann nicht ohne Konsequenzen für den Status der Homöopathie im Gesundheitswesen bleiben.
Es gibt ganz handfeste Gründe, die Homöopathie nicht zu akzeptieren. Oft führt der Glaube an die Homöopathie dazu, der Medizin insgesamt skeptisch zu begegnen oder ihr gar den Rücken zuzukehren. Medikamente werden als Gift, als "pure Chemie" oder als reine Geldbringer einer ominösen Pharma"mafia" angesehen, Ärzte und Gremien des Gesundheitswesens werden als Hörige der Pharmaindustrie verunglimpft, Impfungen als in erster und einziger Linie schädlich angesehen. So führt der Weg weiter und weiter weg von den Errungenschaften, die die medizinische Wissenschaft uns in den letzten 200 Jahren beschert hat.
Das beunruhigt uns sehr. Wir sehen die Homöopathie aufgrund ihrer Verbreitung und ihres (unangebracht) "guten Rufs" als eine Art Einstieg zum Ausstieg aus der Medizin, als Wegbereiter für eine grundsätzlich falsche Sicht auf eine angebliche "Alternativmedizin". Dass die wissenschaftsbasierte Medizin auch Fehler und Schwächen hat, ist uns sehr bewusst, nur macht das die Homöopathie eben keineswegs zu einer wirkungsvollen Methode. Ziel ist eine insgesamt bessere Medizin - ohne Scheinmethoden.
Unser Anliegen ist, zu informieren.
Es ist nicht unsere Absicht, "Glaubenskriege" zu führen oder wovon auch immer in diesem Tenor gelegentlich die Rede ist. Eine wissenschaftliche Kontroverse zur Homöopathie gibt es längst nicht mehr und um "Glauben" geht es nicht in der Medizin. Wir wollen über Fakten informieren und damit Fehlinformationen entgegentreten, kurz: Wir wollen aufklären.
Wir haben die Hoffnung, dass Sie wissen wollen, was es mit der Homöopathie auf sich hat, dass es Sie interessiert, was Hahnemann vor 200 Jahren wirklich gesagt und getan hat und was sich seither in Medizin und Wissen verändert hat, weswegen wir heute anders denken und urteilen können als es Hahnemann damals möglich war.
Dafür haben wir das Informationsnetzwerk Homöopathie und das Susannchen-Projekt ins Leben gerufen. Nicht um einfach "gegen Homöopathie" zu sein, dafür hätten wir uns die Mühe sparen können. Wir möchten informieren, Sie informieren. Wir sorgen uns um Ihre Gesundheit und auch um die Ehrlichkeit und Redlichkeit innerhalb der Medizin. Wir möchten nicht, dass falsche Behauptungen über die Homöopathie Sie verunsichern und Ihnen und Ihrer Familie womöglich schaden.

Unser Anliegen ist, Sie als Familie und besonders als Eltern mit unserer Überzeugung zu erreichen, dass es für ein natürliches, gesundes Aufwachsen unserer Kinder keine Scheinmedizin braucht. Wir bieten dazu Informationen zu verschiedenen Themenbereichen an, wobei es nicht allein, aber in erster Linie um die Homöopathie geht. Wir informieren unabhängig nach bestem Wissen auf der Grundlage des Standes der wissenschaftlichen Erkenntnis. Konkrete medizinische Ratschläge oder gar individuelle Gesundheitsauskünfte geben wir nicht. Zu unseren Artikeln (chronologisch absteigend) geht es über den Menüpunkt "Blogseite" oder direkt hier. Nutzen Sie unsere vielfältigen Such- und Findemöglichkeiten mit Kategorien, Schlagwörtern und Themenlisten (im Menü) - Stöbern sehr erwünscht!

Dieses Info-Projekt ist ein Teil des Informationsnetzwerks Homöopathie (INH). Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich, unabhängig und ohne jede Vergütung. Zu den umfassenden Informationsangeboten des INH führt der Punkt "Infoseiten INH" oben in der Menüleiste.

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Ihr Susannchen-Team