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Bald knallt es wieder – waaaaaauuuu….

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Naja ... Wenns nicht schlimmer wird...

Liebe Tierfreunde,

das Jahresende steht bevor - viele Hundebesitzer wissen, was das für ihre Vierbeiner heißen kann. Dazu bringen wir schon heute einen kleinen Beitrag von Verhaltensbiologin Ariane Ullrich. So bleibt noch Zeit bis zum Silvestertag, um Arianes Tipps zu befolgen und ein wenig mit Bello zu trainieren:


Bald ist es wieder soweit und viele Hunde werden sich in Panik in den hintersten Zimmerwinkel verkriechen, kurz vor dem Herzinfarkt stehen oder vor Stress zittern und sabbern.

Die Knallerei und Lichtreize sind für viele Hunde extrem erschreckend und ängstigend. Jedes Mal, wenn der Hund dieses Erlebnis hat, wird es für ihn schlimmer werden und eine anfängliche Empfindlichkeit kann sich rasch zu einer Geräuschphobie auswachsen, bei der er auch bei anderen Geräuschen zum nervlichen Wrack mutiert.

Statt also abzuwarten, ob der Hund überhaupt Angst hat, ist es sinnvoll vorzubeugen. Hunde können lernen, laute plötzliche Geräusche mit tollen Sachen zu verbinden. Zum Beispiel, indem Sie während des Spielens Knallgeräusche so einfließen lassen, dass Ihr Hund das zwar mitbekommt, aber dennoch begeistert weiterspielt. Oder indem Ihr Hund selbst lernt, laute Geräusche auszulösen. Zum Beispiel, wenn er den Zieh-Trick lernt, bei dem er an eine Schnur angehängte Konservenbüchsen mit Steinen darin auf Signal zu Ihnen bringt.

Hunde, die schon Angst vor der Knallerei haben, brauchen zuerst einmal eines: die Sicherheit Ihrer Gegenwart. Seien Sie für Ihren Hund da, wenn er Angst hat. Streicheln und massieren Sie ihn, um das Kuschel- und Entspannungshormon Oxytozin freizusetzen, und erlauben Sie ihm, die Plätze aufzusuchen, die ihm gut tun, um mit seiner Angst klarzukommen. Da dürfen Hunde auch mal mit unter die Bettdecke.

Wenn Sie noch ein paar Tage Zeit haben, dann bauen Sie sich ein Entspannungssignal auf. Bringen Sie Ihren Hund durch Kuscheln und Massieren in eine entspannte Stimmung und lassen Sie dann immer dieselbe Melodie laufen. Starten Sie nun täglich das Entspannungsritual mit dieser Melodie und schalten Sie diese erst ab, wenn Ihre Entspannungssession vorüber ist. Nun haben Sie mit der Melodie bald ein Signal, was allein schon reicht, Ihren Hund in einen entspannteren Zustand zu versetzen, und Sie können es nutzen, um Ihrem Hund zu helfen.

Diese Art von Ritual bietet Hunden nicht nur Sicherheit, sondern tatsächlich auch physiologische Hilfe, die Angst zu überwinden.

Wenn Sie nicht einschätzen können, wie Ihr Hund reagieren wird oder wenn Sie wissen, dass Ihr Hund wirklich Panik bekommt, gehen Sie ruhig einmal zum Tierarzt und lassen Sie sich dort beraten!


Vielen Dank, Ariane!

Übrigens... Wer möchte Genaueres dazu wissen, wie man trainieren kann, damit der Hund nächstes Mal keine Angst mehr hat? Interessiert das Thema Hund ganz generell? Dann empfehlen wir gern, sich in Arianes Newsletter unter  www.hundekongress.com einzutragen. Dort kann man sich dann sogar das EBook "So übersteht dein Hund Silvester" (Wert 10 Euro) kostenlos herunterladen.

Müssen wir noch erwähnen, dass homöopathische Globuli nicht mal etwas nützen, wenn man damit die Ohren zustopft (bitte nicht versuchen!)? Sollte es jemand vergessen haben, hier geht es zu unserem Beitrag vom Dezember 2017, der das Problem "Silvesterglobuli" endgültig abhandelt.


Bildnachweis:
Pixabay Creative Commons CC0
Ariane Ullrich


 

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