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Myotis! Myotis! Das Remedium des Tages

Globuli aus meinem Fell? - Manni Mausohr sch... drauf

Da es vermutlich nichts gibt, aus dem sich keine Homöopathika herstellen ließen, verwundert es natürlich nicht, dass es auch Fledermaus-Globuli gibt.

„Fledermaus-Globuli“ klingt jetzt nicht sooo verheißungsvoll und außerdem ist es den Homöopathen eh sehr wichtig, dass der Laie nicht so schnell weiß, was er da unter der Zunge zergehen lässt. Deshalb flugs eine lateinische Bezeichnung dahergeholt: „Pel myotis“.  Klingt das nicht wunderbar verheißungsvoll und mystisch? Myotis, Myotis – was ist nur aus dir geworden?

Nun, der Ausgangsstoff ist tatsächlich die Fledermaus, und zwar das große Mausohr (Myotis).  Davon wurde in diesem Fall das Fell, also Haut und Haare, verwendet. Die Zubereitungsart ist die übliche: Die Urtinktur (das Fledermaus-Fell) wird zerrieben, in einem Alkoholgemisch verdünnt, verschüttelt, verdünnt, verschüttelt, verdünnt, verschüttelt... In den gängigen Darreichungsformen ist am Ende von dem Tier nichts mehr in den Globuli oder in der Dilution (den homöopathischen Tropfen) enthalten. Unsereiner würde jetzt fragen: „Wozu dann der ganze Aufwand, ist doch eh am Ende nichts drin außer entweder Zucker oder Tröpfchen mit bzw. ohne Alkohol?“

Für Homöopathen ist das aber ganz anders. Viel geheimnisvoller. Und nichts davon konnte je eine Wirkung belegen, wie das bei Geheimnisvollem und Mystischem so üblich ist.

Möchten Sie jetzt auch noch wissen, wofür oder wogegen das helfen soll? Wie wäre es denn hiermit:

„Wirkung:

Versetzt den Geist in Unruhe und macht uns auf einen tieferen Sinn und das Wesentliche unseres Lebens aufmerksam. Lehrt die bewusste Wahrnehmung der unbewussten Vorgänge der Welt, und zeigt uns Schutz und Abgrenzung, um zu unserem Inneren zu finden.

Wirkspektrum:

Zahnprozesse, Knochen, allein in der Gruppe, wenig Schlaf, Mediatordasein, wiederkehrende Infekte, Dysbiose... ."

Alles klar? Mit der Mystik ist das halt so eine Sache...

Ich schaue jetzt, ob ich Fledermäuse fliegen sehe, das kommt in unserem Garten tatsächlich vor. Außerdem empfehlenswert: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/batnight/index.html

 

Susanne Aust

Quellen:

http://www.remedia-homoeopathie.de/myotis-myotis/a401972

https://www.dzvhae.de/plugin.php?menuid=35&template=mv/templates/mv_show_front.html&mv_id=4&extern_meta=x&mv_content_id=990&html2pdf_sumbit=1

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Bild: Wikimedia commons

 

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