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Am 10.10. war der von der WHO ausgerufene "Welttag der psychischen Gesundheit".

Schon einmal haben wir auf dieser Webseite Probleme psychischer Gesundheit angesprochen, die wir auch als Teil unseres Anliegens, dem gesunden Zusammenleben in der Familie ohne Pseudomedizin, aber mit Herz und Vernunft,  sehen. Damals ging es um Depressionen, heute allgemein um psychische Gesundheit unter einem besonderen Aspekt: Verständnis, Akzeptanz und ein Ende von Stigmatisierung. Gerade Familien mit psychisch kranken Angehörigen sind davon in aller Regel insgesamt betroffen. Auch und gerade sie gilt es zu unterstützen durch einen Bewusstseinswandel. Helfen wir dabei mit. ...weiterlesen "Die Grüne Schleife: Keine Stigmatisierung psychischer Erkrankungen!"

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Im Bücherladen... das Gesundheitsregal ist beim Thema "Impfen" ganz von "impfkritischer" Literatur gefüllt. Es ist offensichtlich: Die Lufthoheit über die Papierberge haben die Impfskeptiker.

Ein neues, lang erwartetes Buch schickt sich nun an, den ganzen anderen Kram aufs Altpapier zu schicken. Vor kurzem hatten wir schon auf unserer Facebookseite über eine Neuerscheinung berichtet, die verspricht, eine riesige Lücke zu füllen: DIe eines guten, sachlichen, informativen und gut lesbaren Buches zum Thema Impfen. ...weiterlesen "„Klartext Impfen“ – Susannchens Buchempfehlung!"

Es gibt manchen Anlass zu Optimismus beim Eintreten gegen Pseudomedizin, hier und da tut sich sicherlich etwas in jüngster Zeit. Neben diesem Licht gibt es aber mehr als genug Schatten, oft Vorfälle, vor denen man einigermaßen fassungslos steht. Man sollte sich diese aber durchaus bewusst machen, denn sie unterstreichen die Notwendigkeit der Aufklärungsarbeit nachdrücklich. ...weiterlesen "Licht, Schatten und ein kleines Innehalten"

Auf diesem Bild: Alles Chemie!

Im Pferdestall schnauben Pferde. Meist jedenfalls. Manchmal schnaubt nämlich auch Sibylle Luise Binder, Pferdefrau, Sachbuch-Autorin und Journalistin- Bei ihr gibt es so ein paar Sätze, die garantiert Schnauben auslösen – und einer davon ist „Ich lasse doch keine Chemie in mein Pferd!“ ...weiterlesen "Natürlich ist alles Chemie!"

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Länger war das „Baunscheidtieren“, das man gelegentlich als „deutsche Akupunktur“ bezeichnet, recht unbekannt. Heute taucht die Methode durchaus oft wieder im Behandlungsprogramm von Heilpraktikern auf. Worum handelt es sich dabei? ...weiterlesen "Die „deutsche Akupunktur“? Was ist denn das nun wieder?"

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Oft begegnet man - meist im Zusammenhang mit der sogenannten "eigenverantwortlichen Impfentscheidung" - der Ansicht, eine durchgemachte Masernerkrankung sei im Hinblick auf die "Stärkung des Immunsystems" auf jeden Fall einer Impfung vorzuziehen. Natürlich ist das in mehrfacher Hinsicht Unsinn. Die Impfung stellt einen im Grunde sehr natürlichen Vorgang dar, eine gezielte Stimulierung des Immunsystems, wie sie mit tausenden täglich auf uns eindringenden Keimen "ganz von allein" auch stattfindet. Die Impfung ist nur eben gezielt und bezieht sich auf Erreger, von denen wir wissen, dass sie nicht so "mal eben" vom Immunsystem weggesteckt werden können.

Wir wissen heute, dass eine durchgemachte Masernerkrankung dagegen das Immunsystem nachhaltig schwächt, teils über Jahre hinweg - und sich damit das Erkrankungsrisiko bei Infektionen aller Art nach einer Masernerkrankung auch langfristig deutlich erhöht. Ganz abgesehen von der unnötigen Krankheitslast (der Summe aller Auswirkungen und Folgen von Erkrankungen) und natürlich dem Nebenwirkungs- und Spätfolgenrisiko. Und durch die akute Erkrankung geht das Immunsystem für sechs bis acht Wochen völlig "auf dem Zahnfleisch" - man nennt das "transitorische Immunschwäche", eine Einladung geradezu für bakterielle (Super-)Infektionen, was auch der Grund für die häufigen Mittelohr- und Lungenentzündungen im Zusammenhang mit Masern ist.

Wieder begegnen wir einem völlig falschen Natürlichkeitsbegriff. "Natürlich" ist eine Infektion allenfalls aus der "Sicht" des Bakteriums oder des Virus, das damit sein genetisches Programm erfüllt. Besonders schlimme Auswüchse dieser Fehleinschätzung sind "Masernpartys", bei denen in mehr oder weniger gutem Glauben Kinder bewusst und gezielt der ach so natürlichen Infektion mit dem Masernvirus ausgesetzt werden. Fraglos eine hocheffektive Angelegenheit, denn bei der Ansteckungsfähigkeit der Masern kann man davon ausgehen, dass nahezu hundert Prozent aller, die sich dort zusammen mit Infektionsträgern befinden, auch erkranken werden. Und nein, anders als Impfgegnerseiten suggerieren wollen, sind Masernpartys wohl kein "Mythos", keine "urban legend". Man muss sich sowas ja nicht unbedingt als Veranstaltung mit 100 Teilnehmern mit Plakaten, Einladungskärtchen und Facebook-Veranstaltungsankündigung vorstellen. Ein Nachbarschaftstreffen nach vorheriger Absprache tut es auch - ohne dass da groß was publik würde.

Wie schon gezeigt, ein schlimmer, grotesker Irrtum, befeuert von Unkenntnis, falsch verstandener Natürlichkeit und leider auch der Propaganda für die "Eigenverantwortlichkeit". Ob alle Besucher und Veranstalter von Masernpartys sich wohl über die möglichen rechtlichen Folgen klar sind? Kaum - sie sind es ja auch nicht hinsichtlich der gesundheitlichen Folgen...

Ärzte, die öffentlich eine Teilnahme an Masern-Partys empfehlen, begehen nicht nur einen Kunstfehler, sondern machen sich sogar strafbar. Darauf weist z.B. die Bayerische Ärztekammer hin. Gegen Ärzte, die die Weiterverbreitung von Masern zulassen, können auch berufsrechtliche Schritte eingeleitet werden.

Nach dem Infektionsschutz-Gesetz (IfSG) kann die Weiterverbreitung von Krankheitserregern mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden (§ 75 Abs. 3 IfSG). Das betrifft die Veranstalter von Masernpartys ebenso wie die Eltern der betroffenen Kinder, deren "Elternrechte" hier eindeutig eine Grenze finden.

Die willentliche Infizierung eines Menschen mit einer Infektionskrankheit stellt eine vorsätzliche Körperverletzung dar (§ 223 StGB, Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen), das kann sich im Einzelfall bis hin zur gefährlichen Körperverletzung gem. § 224 StGB erweitern.

Da die Teilnehmer dieser "Masernpartys" meist Kinder sind, kommt noch die Misshandlung Schutzbefohlener nach § 225 StGB hinzu. Im schlimmsten Fall, bei Folgeschäden der Masernerkrankung, ist in der Regel der Tatbestand der schweren Körperverletzung nach § 226 StGB erfüllt, bei einer Todesfolge Körperverletzung mit Todesfolge nach § 227 StGB. Der Strafrahmen liegt zwischen drei Monaten und zehn Jahren Freiheitsentzug.

Und Dr. Petra Albrecht, Vorstandsmitglied bei der Sächsischen Landesärztekammer, nennt in einem aktuellen Interview  Masernpartys ohne Umschweife "Kindeswohlgefährdung".

Schützt unsere Kinder! Lasst impfen - und prüft auch den eigenen Impfschutz!

 


Bildnachweis: Wir bedanken uns herzlich bei Kumi !

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Die Autismus-Lüge - eine offenbar niemals endende Geschichte. Bedenkt man, welche Folgen der Betrug des Nicht-Mehr-Arztes Andrew Wakefield nun schon seit mehr als 20 Jahren hat (der Jahrestag des - viel zu späten - Zurückziehens seiner "Arbeit" durch den Lancet jährte sich am 28. Februar zum 21. Mal), kann man eigentlich nur wütend werden. Jeder "harmlosere" Ausdruck wäre unangebracht - und wer wollte widersprechen, wenn so mancher diese Geschichte als "Medizinskandal des Jahrhunderts" und Wakefield selbst als "Jahrhundertverbrecher" bezeichnet. ...weiterlesen "Susannchens kleine Impfkunde – Lügengeschichten: Widerlegt!"