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Auch zu Silvester - keine Globuli für Bello und Hannibal!

„Silvesterangst“ ist ein jährlich wiederkehrendes Thema – gerade in Städten wird ja oft schon Tage vor dem Jahreswechsel ordentlich „geknallt“, was unsere tierischen Mitbewohner in Angst und Schrecken versetzen kann.  Am besten wäre es, sich nicht erst im Dezember darüber Gedanken zu machen, sondern das Tier von Anfang an im Rahmen der „normalen Erziehung“ an laute Geräusche zu gewöhnen,  wie Topfdeckel schlagen, Gewitter oder Feuerwerk vorspielen… auch ein „alter Hund“ kann übrigens „neue Tricks" lernen!

Doch auch für sonst gelassene Tiere kann Silvester beängstigend sein, durch fremde (betrunkene) Menschen und Gerüche, und in den schlimmsten Fällen zu regelrechter Panik mit körperlichen Symptomen führen. Viele Tierbesitzer suchen nach Hilfe durch „sanfte Methoden“ und möchten nicht gleich zur „chemischen Keule“ greifen… und werden dabei mit der gesamten Bandbreite der „Schwurbelmedizin“ konfrontiert, von Homöopathie bis Tierkommunikation.

Dass es auch bei Tieren einen Placeboeffekt gibt, ist den Leserinnen und Lesern von Susannchens Seiten längst bekannt - zur Erinnerung noch einmal ein Artikel dazu hier;  wird zB hier erklärt.

Das Problem dabei ist: wer von der Wirkung von Globuli & Co überzeugt ist, sieht eine Wirkung, wo keine ist, interpretiert dabei das Verhalten des Tieres falsch (was wir auch im Zusammenhang mit  Akupunktur schon einmal aufgezeigt haben, Anm. Susannchen-Team) und übersieht tatsächliches Leiden.

Das Wesentliche des Placebo by proxy – Zuneigung und eine positive Ausstrahlung – sind sinnvoll und wichtig, wie Verhaltensbiologin Ariane Ullrich in unserem letzten Beitrag schrieb, und dabei völlig gratis. Auch Ablenkung - wie ein leckerer Kausnack und Hintergrundmusik, die den Lärm von draußen zumindest dämpft – können helfen.

Reichen solche Maßnahmen nicht aus, lassen Sie sich von Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt beraten! Es gibt ein Auswahl an Möglichkeiten, von Nahrungsergänzungen  (deren Einnahme allerdings schon Wochen vor dem Ereignis beginnen muss)  bis zu beruhigenden Medikamenten. Folgen Sie aber bitte keinesfalls Empfehlungen aus dem Internet unter dem Schlagwort „bei mir/uns hat es geholfen“  - Dosis, Wirkung und mögliche Nebenwirkungen können bei jedem Tier anders sein.

Dr. Steffi wünscht Ihnen und Ihren Tieren einen möglichst stressfreien Jahreswechsel!


Dem schließen wir uns selbstverständlich gern an! Danke für die Treue und das Interesse auch im zweiten Jahr unserer Webseite - und auf ein gutes und erfolgreiches Jahr 2019!


Dr. Steffi ist Tierärztin in Wien. Nachdem sie 10 Jahre lang als Wissenschaftlerin an der Vetmeduni gearbeitet hatte, betreibt sie nun eine private Praxis. Ihr Spezialgebiet ist Ernährung & Diätetik. Als Mitglied der „Gesellschaft für kritisches Denken“ (Wiener Ortsgruppe der GWUP) engagiert sie sich in der Aufklärung über Ernährungsmythen und Alternativmedizin.

Bildnachweise: Pixabay Creative Commons CC0

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

heute setzen wir unsere Zusammenarbeit mit dem "Skeptiker", der Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken, fort, die wir mit dem "Geistheilerartikel" begonnen hatten. Wir präsentieren eine Buchbesprechung aus der Ausgabe 3/2018 des "Skeptiker" zum Thema Pseudomedizin bei Tieren, zu einem leider bislang nur in englisch erhältlichen Buch, das - da schließen wir uns der Rezensentin gern an - so oder ähnlich auch in Deutschland hochwillkommen wäre: ...weiterlesen "„Alternative“ Tiermedizin – So behandelt man keinen Freund!"

Na, wer kommt da bloß... ?

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

das Thema der Quacksalberei im Tierheilerwesen scheint unendlich zu sein. Leider. Wir möchten den mit unserem letzten Beitrag dazu aufgenommenen Faden weiterspinnen. Dazu verlinken wir heute zu einem Artikel auf dem Blog von Onkel Michael, der sich darin auf seine bekannte Art mit der sogenannten "Laienheilung" im Tierbereich auseinandersetzt. Mit einem nicht gänzlich unbekannten Protagonisten. Danke, Onkel Michael!

Immer druff! oder: Darf der das? Dass der das darf…

Erinnern Sie sich eigentlich noch an den „XXL-Ostfriesen“? Den selbsternannten „Knochenbrecher“ Tamme Hanken? Gut, er war ja vor einiger Zeit (und ist es ja irgendwie immer noch) derart in den Medien präsent, dass man ihn nicht übersehen konnte. Allerdings muss ich Ihnen gestehen, dass ich nicht so ganz begeistert von Herrn Hanken war. Ja, natürlich, über Tote soll man nicht schlecht sprechen, aber trotzdem war Tamme Hanken Teil eines Problems und da er dermaßen bekannt war, soll er hier als Beispiel dienen.

Also, worum geht es? Tamme Hanken war, wie gesagt, ein ostfriesischer Knochenbrecher. Das waren in früherer Zeit Laienheiler, die sich auf orthopädische Probleme spezialisiert hatten. Da wurden fleißig Wirbel eingedrückt, Gelenke eingerenkt und ähnliche „Behandlungen“ vollzogen. Ausbildung hatten diese Menschen natürlich keine, dafür aber eine recht mystische „Begabung“, die meist innerhalb einer Familie vererbt wurde.

weiterlesen auf dem Blog "Gedanken aus der Provinz"


Bildnachweis: Privat / eigenes Bild


 

Mein Tipp: Ab zum Tierarzt des Vertrauens!

Liebe Freundinnen und Freunde von Susannchen,

wenn man sich so umschaut in der pseudomedizinischen Szene, so wird einem immer deutlicher, wie wichtig der Aspekt "Tiergesundheit" in diesem Zusammenhang ist. Nicht zum ersten Mal weisen wir darauf hin, dass Tiere genauso einen Anspruch auf ordentliche, faktenbasierte medizinische Versorgung haben wie Menschen. Das ergibt sich letzten Endes schon aus dem Tierschutzgesetz, soweit es nicht ohnehin als Selbstverständlichkeit angesehen wird.

Aber: Pseudomedizin für Hund, Katz', Pferd und Kuh allerorten! Homöopathie in Tierarztpraxen? Weit verbreitet! Tierheilpraktiker womöglich? Ohne Zahl! Aber es gibt auch Stimmen, die sich dagegen zu Wort melden.

...weiterlesen "Tier-Nichtmedizin – überall…"

Liebe Leserinnen und Leser,

heute dürfen wir einen Gastbeitrag unserer Leserin Nahid Safija mit ihrer freundlichen Genehmigung veröffentlichen, der uns mit der Geschichte von Kater Billy ein weiteres Mal zeigt, wie die "guten Erfahrungen" mit Homöopathie und Co. zustandekommen. Vielen Dank für diesen interessanten Erfahrungsbericht!


Aus gegebenem Anlass erzähle ich euch jetzt eine Geschichte. Diese Geschichte soll aufzeigen, warum Einzelfallanekdoten (wie sie von antiwissenschaftlich Denkenden gerne vorgebracht werden) jeglicher Argumentationsgrundlage entbehren und keine aussagekräftigen doppelverblindeten randomisierten Studien ersetzen.
Dies ist die Geschichte unseres Katers Billy. ...weiterlesen "So kann es gehen – ein Leserbeitrag zu „Mir / Ihr / Ihm hats geholfen!“"

BITTE NICHT!

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Recherchen zum Akupunktur-Thema veranlassen uns, heute einen dritten Teil unserer Miniserie erscheinen zu lassen. Wir wussten natürlich, dass es so etwas gibt, aber dass es so verbreitet ist und beworben wird, hat uns letztlich doch überrascht: Wir sprechen von Akupunktur für Tiere. Da dem Team bekanntlich auch das Wohl unserer vierbeinigen und gefiederten Freunde am Herzen liegt, wollen wir dazu noch ein paar Worte verlieren. ...weiterlesen "Akupunktur – die Story (III)"

So sehen Impfausweis (bis 2004) und EU-Heimtierausweis (ab 2004) für Bello und Hannibal aus!

Liebe Tierfreunde,

Impfungen für unsere Tiere sind ebensowenig zu vernachlässigen wie die Impfungen für unsere Kinder (und im Bedarfsfall auch für uns selbst).

Die Impfungen für Tiere stehen auf solider wissenschaftlicher Grundlage und schützen unsere Lieblinge vor wirklich schlimmen und quälenden Erkrankungen. Es gibt Impfempfehlungen des Veterinärzweigs der Ständigen Impfkommission (StIKo) am Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, darauf beruhend auch die Impfempfehlungen des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte e.V. . Es gibt als Impfausweis für Haustiere den Heimtierausweis der EU, den jeder Heimtierhalter haben und gemeinsam mit dem Tierarzt auf dem Laufenden halten sollte.  Nur dazu berechtigte Tierärzte können die EU-einheitlichen Dokumente ausstellen. ...weiterlesen "Impfungen schützen auch unsere tierischen Freunde!"