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Viele Menschen denken: Placebos ("Scheinmedikamente") wirken doch nur bei Patienten, die sich Krankheiten einbilden, bei labilen Personen, die sich leicht beeinflussen lassen. Aber das stimmt nicht. Placebos wirken bei allen Menschen - mehr oder weniger stark. Die Gesundheitsforschung weiß, dass 20-90% aller Patienten auf ein wirkstofffreies Medikament ansprechen. Im klinischen Alltag würden Placebos geschätzt jedem Zweiten helfen. Wir alle lassen uns also sicherlich dann und wann durch Scheinmedikamente oder Scheinmethoden beeinflussen - ohne, dass wir es merken.
...weiterlesen "Thema: Placebo – Heute: Placebo ist nicht Einbildung!"

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Klären wir zunächst einmal, was man unter dem Begriff „Placebo“ im Zusammenhang mit Arznei versteht. Bei einem Placebo handelt es sich um ein Arzneimittel, das eigentlich gar keines ist.  Es sieht zwar so aus und fühlt sich auch an wie ein wirksames Medikament  – aber es enthält keinerlei Wirkstoffe.
...weiterlesen "Thema: Placebo – Heute: Was sind Placebo und Placeboeffekt?"

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He, Meister Adebar, nicht die Plazenta vergessen!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir werfen einmal mehr einen Blick auf die Hebammenszene - nicht den Teil, den wir bewundern und schätzen, sondern den Teil, der leider sehr viel zur  Fehlaufklärung junger Mütter und Familien beiträgt.

Zu solcher Fehlaufklärung gehört auch die "Werbung" für die Nutzung der Plazenta für "Gesundheitszwecke", insbesondere für die Herstellung individueller Globuli. Das ist leider völlig ernst gemeint und hat durchaus Stimmen im Chor des pseudomedizinischen Unsinns. Beispielsweise in Geburtsvorbereitungskursen, wie mehrfach an uns herangetragen wurde.
...weiterlesen "Plazentaglobuli – im Ernst?"

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Jürgen Windeler, der Leiter des unabhängigen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), spricht aus Anlass der Eröffnung des Homöopathenkongresses 2017 deutliche Worte und unterstützt damit das Susannchen:

"Wenn ich anfange, Hirnhautentzündung oder Ebola mit Homöopathika zu behandeln oder Herzinfarkt mit 'Rescue'-Tropfen, dann wird es lebensgefährlich. Auch werden viele Kinder mit Homöopathie behandelt, zum Beispiel, wenn sie sich nur gestoßen haben. Selbst wenn das vielleicht nicht direkt schadet, ist es nicht gut, Kinder in dieser Weise an Pillen zu gewöhnen. Es bringt zum Ausdruck, dass Probleme primär mit Pillen gelöst werden können – diesen Eindruck sollte man nicht vermitteln."

Das ganze aufschlussreiche Interview bei correctiv.org findet sich hier.

Susannchen sagt: Daumen hoch, Herr Windeler!

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SIMG0001Es ist immer wieder erstaunlich, wie oft und mit welcher Selbstsicherheit gegen die reine Placebo-Wirkung der Homöopathie ins Feld geführt wird, das könne ja wohl bei kleinen Kindern und Tieren nicht der Fall sein, und genau deshalb sei ja wohl eine spezifische Wirkung der Homöopathie belegt...

Das Gegenteil ist der Fall. Niemand ist so durch den Vorgang der Zuwendung und der "Übertragung" einer positiven Erwartung beeinflussbar wie gerade das vertrauenserfüllte Kind oder das sensible Haustier. Zudem ein klarer Beleg dafür, dass Placebo nichts mit "jemandem etwas einreden" zu tun hat. Placebo ist ein vielschichtiger psychosozialer Vorgang, dessen Mechanismen in uns offenbar evolutionär angelegt sind. Das Informationsnetzwerk Homöopathie erklärt.

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Natürlich nichts mehr, sie ist ja tot, und außerdem ist höchstwahrscheinlich gar nichts von ihr drin.

Eines der homöopathischen Mittel, die derzeit wieder Hochkonjunktur haben und ohne das viele Eltern weder zum Spielplatz noch ins Freibad gehen, ist „Apis mellifica“. Das bedeutet „Honigbiene“. Laut Empfehlung sind diese Globuli dem Kind zu verabreichen, wenn es von einem Insekt gestochen wurde. Oder Schwellungen zeigt wie nach einem solchen Stich. Oder Rötungen, Sonnenbrand oder.... die Liste ist lang.
...weiterlesen "Apis mellifica – Was tut die Biene in den Globuli?"

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Arnica montana Bild: Böhringer, F. - CC BY-SA 2.5 (Wikimedia commons)

Arnika ist eine hilfreiche Heilpflanze und leistet in der Naturheilkunde wertvolle Dienste. Homöopathische Arnika-Globuli sind aber vollkommen wertlos; eine medizinische Wirksamkeit ist ausgeschlossen. Da können die kleinen Kügelchen noch so beliebt bei den Kindergartenmüttern sein. Das Informationsnetzwerk Homöopathie klärt auf. Zudem hier ein bemerkenswerter Meinungsbeitrag auf svz.de.

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